Ankündigung Herbstkonzert 2019

Frühjahrskonzert 2019

Herbstkonzert 2018


 

 

Sinfonie- Konzert: „Le Début“

Sonntag, 25. November 2018, 17:00 Uhr

Alexanderskirche Zweibrücken

 

 

 

 

Programm:

 

Ludwig van Beethoven

 

Die Geschöpfe des Prometheus, op. 43

 

                        Ouvertüre zum Ballett

 

Karl Jenkins

 

Aus “Palladio”: Allegretto

 

Joseph Haydn

 

Sinfonia No. 10

 

Allegro - Andante - Presto

 

Gustav Holst

 

St. Paul´s Suite

 

Jig - Ostinato - Intermezzo - Finale (“The Dargason”)

 

Wolfgang Amadeus Mozart

 

Symphonie Nr. 34 in C-Dur, KV 338

 

Allegro vivace - Andante di molto - Finale: Allegro vivace

 

 

 

 

 

 

   Ludwig van Beethoven

 

     Ouvertüre zu „Die Geschöpfe des Prometheus“, Op. 43

 

In Prometheus, der sich den Göttern allein im Vertrauen auf sich selbst entgegenstellt, erkennt sich das deutsche Bürgertum am Ende des 18. Jahrhunderts, das – vor dem Horizont der durch die Französische Revolution geweckten Erwartungen – nach Möglichkeiten politischer und gesellschaftlicher Emanzipation sucht. Goethe hat diesem Drang bekanntermaßen Wort und Kunst geliehen: „Bedecke deinen Himmel, Zeus, mit Wolkendunst…“. Gilt diese emanzipatorische Emphase aber auch für Beethovens Wiener Ballettmusik aus dem Jahr 1802/3? Zweifellos sind es gut komponierte Nummern für eine mythologische Balletthandlung, ein revolutionärer Geist ist aber nicht auszumachen. Hätte Beethoven also nur eine schöne Kulisse geschaffen, ohne den Blick für das existenzielle Zusammenspiel von Leben und Kunst? Allein die Ouvertüre spricht davon. Orchesterschläge leiten sie ein, singuläre Klangereignisse, quasi vormusikalische Materie. Erst im vierten Takt wird aus Tönen Musik: Ein Puls wird erkennbar, melodische Gestalten gewinnen Kontur, Erwartungen formen sich. Entscheidend ist: nichts ist selbstverständlich, keine Vorbilder und Autoritäten existieren, alles entsteht im Bewusstsein des schöpferischen (und damit freien) Menschen. „Hast du nicht alles selbst vollendet, [mein] heilig glühend Herz…“ ruft Goethes Prometheus. Noch einmal ein Achtung gebietender Akkord, eine Pause - und dann eilt die Musik im Allegro-Teil hymnisch davon, einer wohl doch visionären Bestimmung entgegen (Dr. B. Wilms).

 

 

  Karl Jenkins

 

     Palladio

 

Das 1996 entstandene Concert grosso Palladio, wurde inspiriert durch die strengsymmetrischen Bauwerke des italienischen Architekten Andrea Palladio die letzterer im 16. Jahrhundert in der Umgebung von Venedig errichtete: „Palladio was inspired by the sixteenth-century Italian architect Andrea Palladio, whose work embodies the Renaissance celebration of harmony and order. Two of Palladio’s hallmarks are mathematical harmony and architectural elements borrowed from classical antiquity, a philosophy which I feel reflects my own approach to composition.“ (Karl Jenkins). Der erste Satz der Suite, Allegretto, ist geprägt durch strenge, sich wiederholende Streicherlinien, die quasi Blöcke über der Staccato- Basslinie bilden, was ein Gefühl von Drama und Intensität entstehen lässt. Es ist eines der bekanntesten Werke von Karl Jenkins (*1944), dessen Verwendung in der TV-Werbung für „De Beers Diamonds“ die  weltweite Bekanntheit des Komponisten begründete. Zudem ist das Werk eines der ersten überhaupt, dem der Sprung vom TV-Spot zur Konzertbühne gelang.

 

 

 

 

Joseph Haydn (1732-1809)

 

        Sinfonia Nr. 10 D-Dur

 

Die Sinfonia No. 10 komponierte Joseph Haydn um 1758 bis 1760 während seiner Anstellung beim Grafen Morzin. Obwohl ein recht frühes Werk von ihm, lässt sie schon den Genius erahnen. Die Sinfonie entspricht dem damals häufigen frühklassisch-italienischen Typus mit drei Sätzen, wobei der strukturelle Schwerpunkt auf dem ersten Satz Allegro liegt. Das Andante, der zweite Satz und nur für Streicher gehalten, ist entsprechend der Seufzermotivik durch auf-und absteigende Sekundketten sowie Vorhalte gekennzeichnet. Wie für eine Sinfonie dieser Zeit typisch, ist der letzte Satz, das Presto, im Prinzip leichtgewichtig angelegt. Allerdings bringen die Moll-Variationen im Mittelteil eine überraschende Wendung, welche sich zum Fine hin wieder in den typischen „Kehraus“ wandelt.

 

 

 

   Gustav Holst

 

     St. Paul’s Suite

 

In seiner Zeit als Musikdirektor an der St. Paul´s Girls´ School, Hammersmith (London), entstand die St. Paul´s Suite. Die Suite beginnt mit der Jig in einem Wechselspiel zwischen 6/8 und 9/8 Takt. Holst führt hier zwei kontrastierende Themen ein, die sich immer wieder überlagern. Nach dem molto pesante mit seinem abrupten Tonartwechsel beschleunigt die Jig im piu mosso zum ersten Höhepunkt der Suite. Der zweite Satz, das Ostinato, beginnt mit einer mystischen Figur der zweiten Geigen, bevor die Bratsche das eigentliche Thema einführt. Das Intermezzo (3. Satz) startet mit Pizzicato-Akkorden als Basis für die Solo-Violine um nach einem lebhaften vivace in das ruhige Anfangstempo zurückzukehren, bevor es mit einem adagio sehr ruhig abgeschlossen wird. Das Finale The Dargason kombiniert die Weite der englischen Landschaft mit rustikaler Lebenslust. Es basiert auf dem Tanzlied Dargason und dem Volkslied Greensleeves die zunächst im Wechsel erklingen, um dann schließlich, von Holst in gekonnter Weise zusammengeführt, als Abschluss das Finale gemeinsam zu krönen.

 

 

 

Wolfgang Amadeus Mozart         

 

    Sinfonie Nr. 34 in C-Dur, KV 338

 

Die Sinfonie in C-Dur KV 338 beendete Mozart im August 1780. Sie ist die letzte Sinfonie, die er in Salzburg komponierte, bevor er im Jahr danach endgültig nach Wien und  in die unsichere Existenz des freien Musikers übersiedelte. Über die näheren Umstände der Entstehung ist nichts bekannt. Die Sinfonie hat drei Sätze und ist insgesamt – mit zusätzlichen Trompeten und Pauke – festlich konzipiert. Vor allem das einleitende Allegro vivace legt den Grundcharakter fest, dessen (zumindest gedachte) opulente Ausmaße Mozart in einem Brief an den Vater andeutet, in dem er von einer Aufführung der Sinfonie 1781 in Wien berichtet: „40 Violin haben gespielt - die blaß-Instrumente alle doppelt - 10 Bratschen - 10 Contre Bassi und 8 violoncelli.“ Im Gegensatz zu dieser großen Dimension ist der langsame Satz allein den Streichern vorbehalten und demgemäß gesanglich. Das Finale wird beherrscht von einer tänzerischen 6/8-Bewegung, die den Satz in allen Teilen durchzieht und nur an wenigen Stellen – quasi um Luft zu holen – einhält. (Dr. B. Wilms).

 

 

 

Sommerkonzert 2018

       Johanna Ruppert                                 Martin Ruppert      

Konzertprogramme der letzten Jahre